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Füllungen

Die Füllung

Amalgam

Wir verwenden kein Amalgam!

Kunststoff (Komposite)

Komposite bestehen aus zum Beispiel Glaspartikeln, die die Füllung später stabil machen. Eingebettet sind sie in eine Kunststoffmasse, die vor dem Aushärten während der Behandlung weich ist. So lässt sich das Füllungsmaterial gut in den Zahn einbringen und modellieren.

Das Behandlungsgebiet wird komplett getrocknet, eine wichtige Grundvoraussetzung für gut haltende Kompositfüllungen. Mit einem Haftvermittler wird die Zahnoberfläche vorbereitet. Nun wird Schicht für Schicht das Komposit aufgetragen. Dabei kann durch die Verwendung von unterschiedlichen Farbnuancen die natürliche Farbe des Zahnes nachgeahmt werden, so dass die Füllung letztlich beinahe nicht vom restlichen Zahn zu unterscheiden ist. Jede aufgetragene Schicht des Komposits wird einzeln mit einer speziellen Lampe ausgehärtet. So schrumpft das Material kaum und geht eine außerordentlich feste Verbindung mit der natürlichen Zahnsubstanz ein.

Dadurch, dass das Material an den Zahn geklebt wird, muss im Vorwege nur wenig Zahnsubstanz entfernt werden. Die Füllung darf nach Abklingen der Betäubung normal belastet werden.

Glasionomerzement (GIZ)

Glasionomer-Zemente sind zahnfarben und gelten als gut verträglich. Sie werden vorrangig für zeitlich begrenzte Versorgungen verwendet, da sie eine geringere Härte aufweisen. Beispielsweise werden sie für Unterfüllungen, kleinere Füllungen, Provisorien und Milchzahnfüllungen verwendet.

Glasionomer-Zement-Füllungen sind rau und können nur bis zu einer bestimmten Größe verwendet werden, da sie sich schneller abnutzen als andere Materialien.

Mit der Zeit geben Glasionomer-Zemente kleine Fluoridmengen ab. Damit sind die Füllungsränder zu einem kleinen Teil vor Karies geschützt. Aber: Dies ersetzt keine gründliche Mundpflege.

Kompomer (GIZ und Komposit)

Ein Kompomer ist eine Mischung aus Glasionomer-Zementen und Kunststoff (Kompositen).

Kompomere vereinen die Eigenschaften beider Materialien. Sie werden in der Regel nicht für Kauflächen im Seitenzahnbereich verwendet, sondern bei Milchzahnfüllungen, Zahnhalsdefekten oder provisorischen Füllungen.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Füllungen

Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen.

Zunächst wird geprüft, ob Ihr Zahn noch vital ist bzw. Ihre Zähne noch vital sind, das heißt, ob der Zahnnerv auf Reize (zum Beispiel Kälte) reagiert. Wenn nötig bzw. gewünscht, wird der Zahn durch eine lokale Anästhesie betäubt, so dass die Behandlung möglichst schmerzfrei stattfinden kann.

Kariöse Stellen und nicht mehr intakte Füllungen werden nun entfernt. Das geschieht durch Bohren und Schleifen. Die übrigbleibende, gesunde Zahnsubstanz wird gereinigt und getrocknet. Wenn beim Entfernen der Karies nah am Zahnnerv gearbeitet wurde, wird dieser nun durch ein spezielles Unterfüllungsmaterial abgedeckt.

Es wird ein Füllungsmaterial gewählt, das farblich zur natürlichen Zahnfarbe passt. Wenn notwendig, wird ein dünnes Metall- oder Kunststoffband (Matrize) um den Zahn gelegt, um der Füllung die richtige Form zu geben. Dieses Band kann mit einem oder mehreren kleinen Keilen in den Zahnzwischenräumen fixiert werden.

Auch wenn der Zahn vorher betäubt wurde, können Sie beim Setzen des Keils ein Druckgefühl verspüren. Sobald die Matrize fixiert ist, wird das Behandlungsgebiet getrocknet und mit Watterollen trocken gehalten. Eventuell wird zur absoluten Trockenlegung Kofferdam verwendet – ein dünnes Gummituch wird über den Zahn gespannt. Dieses schirmt den restlichen Mundraum ab.

Der Ablauf der nächsten Schritte hängt davon ab, welches Füllungsmaterial verwendet wird. Entweder es wird in den Zahn „gestopft“ oder es wird darauf aufgetragen. Die aufwendigen Komposit-Füllungen (Kunststoff) werden in mehreren Behandlungsschritten an den Zahn geklebt, Schicht für Schicht modelliert und mittels einer UV-Lampe ausgehärtet.

Je nach Füllungsmaterial wird die Oberfläche direkt oder nach kurzer Wartezeit ausgearbeitet. Es wird darauf geachtet, dass durch das Vermeiden von Spalten keine spürbaren Übergänge von der Füllung zum Zahn vorhanden sind. Der Zusammenbiss kann durch Beißen auf dünnes, farbiges Papier kontrolliert werden. Störende Stellen werden so gleich korrigiert und es wird sichergestellt, dass Sie die Zahnzwischenräume weiterhin adäquat reinigen können.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken – so auch bei der Füllungslegung. Folgende Risiken und Nebenwirkungen können auftreten:

  • Die neue Füllung kann sich wie ein Fremdkörper anfühlen
  • Die Zähne sowie das umliegende Zahnfleisch können leicht bis stark schmerzen Zähne können überempfindlich auf Reize (heiß/kalt, süß, sauer) reagieren
  • Leichtere bis stärkere Blutungen und Zahnfleischentzündungen. Bei nicht ausreichender Pflege können diese auch langanhaltend sein
  • Kauen oder Zusammenbeißen verursachen Beschwerden oder Schmerzen Lösen von Füllungsüberschüssen und Kantenentstehung
  • Abnutzen und Auswaschen der Füllung durch Verschleiß verstärkte Ansammlung von Belägen
  • Absplittern, Verfärben und sichtbare Ränder
  • Sekundärkaries (neu entstehende Karies) an Füllungsrändern. Sehr wahrscheinlich bei ungenügender Pflege
  • Vor der Behandlung noch lebendiges Nervengewebe im Zahninneren kann absterben. Es kann zu einer Wurzelbehandlung oder sogar zu einer Entfernung des Zahnes kommen
  • Abbrechen von Teilen des Zahnes oder der Füllung, Lösen der gesamten Füllung
  • Beißen auf gelöste Teile. Dadurch können Schäden an Füllungen, Kronen, Zähnen, Zahnfleisch oder Zahnersatz entstehen
  • Gelöste Teile können verschluckt oder eingeatmet werden allergische Reaktionen auf verwendete Materialien
  • Bei vielen Komposit- oder Kompomer-Füllungen an den Kauflächen ggf. Bisssenkung (nach Jahren)
Folgen bei unterlassener Behandlung

Wenn die vorgeschlagene Versorgung oder Alternativen nicht stattfinden, kann der Krankheitsverlauf folgendermaßen fortschreiten:

  • In den Kanten und Schmutznischen der geschädigten Zähne können sich vermehrt Bakterien ansiedeln. Dort können sie nicht nur Mundgeruch verursachen, sondern auch die Zahnsubstanz schädigen. Zudem kann sich dadurch das Zahnfleisch entzünden, Taschen bilden und/oder sich zurückbilden
  • Wenn die Bakterien bis zum Zahnnerv vordringen, kann dieser in Folge einer Entzündung absterben. Das verursacht starke Schmerzen und teilweise auch Entzündungen an der Wurzelspitze sowie Abszesse. All diese Faktoren können zu Zahnverlust führen
  • Bleiben diese Entzündungen lange unbehandelt, ist es möglich, dass Bakterien in die Blutbahn und bis zum Herzen vordringen. Dort können Sie schwere Krankheiten verursachen
  • Durch Karies geschädigte Zähne und Zähne mit defekten Füllungen können überempfindlich auf Nahrung und Getränke reagieren (heiß/kalt, süß, sauer)
  • Karies kann zum Brechen von Zähnen führen, ebenso wie große, schadhafte Füllungen. Im Extremfall wird der Zahn entfernt
  • Scharfe Kanten an den Zähnen können Wange und Zunge verletzen
  • Belastung des Verdauungstraktes, da mit Lücke nicht richtig gekaut werden kann
Potenzielle Behandlungsalternativen

Einlagefüllungen (Inlays) werden aus Metall oder Keramik gefertigt. Sie werden aufwendig hergestellt und eignen sich für größere Defekte. Es muss mehr Zahnsubstanz entfernt werden als für Füllungen.

Teilkronen oder Kronen für sehr große Defekte (Onlays). Es muss viel Zahnsubstanz entfernt werden und die Herstellung ist deutlich aufwendiger als diejenige bei Füllungen. Die Gefahr, den Zahnnerv zu schädigen, ist größer als bei Füllungen. Dafür sind die Zähne stabil gegen Bruchgefahr geschützt.

Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Für einen optimalen Behandlungserfolg beachten Sie bitte folgende Hinweise.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

Sie können schon vor dem Eingriff viel dafür tun, die Risiken zu minimieren:

  • Es ist für einen reibungslosen Ablauf der Behandlung zwingend notwendig, dass Sie uns im Vorhinein über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien informieren, insbesondere über bestehende Nickelallergien
  • Bitte rauchen Sie am Tag der Extraktion nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich

Nach der Behandlung – Verhalten nach dem Eingriff

  • Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen.

Mithilfe des Patienten zur Pflege

  • Um die Ergebnisse der Behandlung möglichst lange und gut zu erhalten, ist weiterhin eine gute Mundhygiene notwendig
  • Kommen sie zudem regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen

Wurzelkanalbehandlung

Die Wurzelkanalbehandlung

Jeder Zahn verfügt über einen Zahnnerv, der ihn versorgt. Diese Nerven liegen in Wurzelkanälen, die wiederum in den Zahnwurzeln eingebettet liegen. Bei Karies oder anderen Schädigungen eines Zahns kann auch der Zahnnerv beeinträchtigt werden. Unter anderem kann das bei zahnmedizinischen Eingriffen passieren, wie etwa beim Legen einer Füllung. Wenn Zahnnerven berührt oder anderweitig in Mitleidenschaft gezogen werden, entzünden sich die Nerven häufig und verursachen starke Schmerzen. In solchen Fällen muss eine Wurzelkanalbehandlung erfolgen. Sollte bereits eine Wurzelfüllung vorhanden sein, muss diese im Rahmen der Behandlung erneuert werden.

Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen.

Wurzelkanalbehandlungen werden im Regelfall in zwei oder mehr Sitzungen durchgeführt. Im ersten Schritt werden Röntgenbilder erstellt, um die Länge und Lage des Wurzelkanals zu bestimmen, und der Zahn danach örtlich betäubt. Dann wird er von der Kaufläche aus mit einem Bohrer aufgebohrt, um das kranke Gewebe des Nervs entfernen zu können, wobei manuell oder maschinell etwa mit Feilen gearbeitet werden kann, die teilweise flexibel und rotierend funktionieren. Auch Spüllösungen, die eingebracht und wieder ausgespült werden, können die Reinigung und Desinfektion der Wurzelkanäle unterstützen. Die komplette Entfernung des kranken Nervs ist nötig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Im Anschluss muss das Kanalsystem getrocknet und Medikamente eingebracht werden. Zuletzt wird der Zahn provisorisch verschlossen. In der zweiten Sitzung muss das Kanalsystem nochmals gesäubert werden. Zudem wird es erneut vermessen, was mithilfe von Instrumenten oder neuen Röntgenaufnahmen geschehen kann. Besonders geeignet ist etwa ein Mikroskop, das dem/der Behandelnden einen guten Blick auf und in die Wurzelkanäle ermöglicht. Mit dem danach folgenden Schritt soll ein bakteriendichter Verschluss geschaffen werden: Der Wurzelkanal wird mit Füllmaterial dicht aufgefüllt. Um den Erfolg der Behandlung zu kontrollieren wird erneut ein Röntgenbild angefertigt.

Außerdem benötigt der behandelte Zahn nun zusätzlichen Schutz, da er nicht mehr vom Zahnnerv versorgt werden kann und deshalb mit der Zeit brüchig wird. Daher wird der Zahn schnellstmöglich restauriert, was oftmals das Überkronen des Zahns beinhaltet. Die Krone soll den Zahn bestmöglich vor weiteren Defekten beschützen und das Risiko dafür minimieren, dass der Zahn bricht. Abhängig von der Diagnose und dem Aufwand der Wurzelkanalbehandlung können Zuzahlungen anfallen. Der Patient/die Patientin wird darüber aber bestmöglich bereits im Vorfeld aufgeklärt und beraten.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken – so auch bei der Wurzelkanalbehandlung. Folgende Risiken und Nebenwirkungen können auftreten:

  • Allergische Reaktionen auf Betäubungsmittel und/oder Medikamente Schmerzen während/nach der Behandlung
  • Komplikationen während oder trotz der Wurzelkanalbehandlung
  • Bildung von Entzündungen. Diese können eine weitere Wurzelkanalbehandlung, eine Wurzelspitzenresektion oder eine Extraktion des Zahnes notwendig machen
  • Zahnmedizinische Instrumente können den Zahn abbrechen oder über die Wurzelspitze hinausragen
  • Perforation des Wurzelkanals durch zahnmedizinische Instrumente
  • Spüllösung oder Wurzelfüllung können über die Wurzelspitze hinaus in das umliegende Gewebe gelangen und Reizungen verursachen, die eventuell zu Entzündungen führen.
  • Abweichen vom geplanten Handlungsverlauf durch unerwartete Vorkommnisse
Folgen bei unterlassener Behandlung

Wird das entzündliche Gewebe nicht beseitigt, kann eine heftigere Entzündung, gegebenenfalls mit Abszessbildung, die Folge sein. Eine wahrscheinliche Folge ist der Verlust des Zahnes.

Bleiben diese Entzündungen lange unbehandelt, ist es möglich, dass Bakterien in die Blutbahn und bis zum Herzen vordringen. Dort können Sie schwere Krankheiten verursachen.

Potenzielle Behandlungsalternativen

Eine Alternative ist das Entfernen des gesamten Zahns.

Danach kann eine prothetische Versorgung die entstandene Lücke füllen.

Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Für einen optimalen Behandlungserfolg beachten Sie bitte folgende Hinweise.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

Sie können schon vor dem Eingriff viel dafür tun, die Risiken zu minimieren:

  • Es ist für einen reibungslosen Ablauf der Behandlung zwingend notwendig, dass Sie uns im Vorhinein über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien informieren, insbesondere über bestehende Nickelallergien
  • Bitte rauchen Sie am Tag der Extraktion nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich
  • Besonders gewissenhafte Reinigung des Mundraums am Tag der Behandlung, um Bakterien und somit Infektionsrisiko zu vermindern
  • Beachten Sie die Informationen und Hinweise aus der Aufklärungsdokumentation zur Lokalanästhesie, die Sie von uns erhalten

Nach der Behandlung – Verhalten nach dem Eingriff

  • Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen
  • Verzichten Sie auf Essen und Trinken nach dem Eingriff, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist
  • Sollte der Zahn provisorisch verschlossen worden sein, kauen Sie bitte vorsichtig bis zur nächsten Behandlungssitzung
  • Pflegen Sie Ihre Zähne sorgfältig. Putzen Sie die Zähne auch direkt nach der Behandlung wieder regelmäßig. Sollte der Zahn provisorisch verschlossen worden sein, putzen Sie ihn vorsichtig, aber gewissenhaft

Inlays

Das Inlay

Ein Inlay ist eine Einlagenfüllung für einen Zahn. Wenn ein Zahn oder mehrere Zähne große kariöse Defekte oder schadhafte Füllungen aufweisen, kann ein Inlay ratsam sein.

Bei der Einlagenfüllung gibt es unterschiedliche Herstellungsmethoden:

Keramikinlays

Einzeitiges Vorgehen (CAD-CAM-Frästechnik)

Hierbei handelt es sich um eine besonders schnelle Methode für die Fertigung eines Inlays. Eine Spezialkamera nimmt die schon beschliffenen Zähne mit der vorbereiteten Kavität auf. Danach werden die Aufnahmen an ein Fräsgerät übertragen, das dann den Keramikblock des Inlays fertigen kann. Das Inlay wird sobald es exakt in den Zahn passt, fest in den Zahn eingegliedert.

Zweizeitiges Vorgehen

Hierbei nimmt man mit weichem Material Abdrücke von Ober- und Unterkiefer. Der Zahntechniker/die Zahntechnikerin fertigt mithilfe der Abdrücke zuerst Modelle, dann ein exakt passendes Inlay. Der Zahn wird bis zu einer zweiten Sitzung, in der das Inlay in den Zahn eingesetzt wird, mit einer provisorischen Füllung versorgt.

Gold-Inlays

Hierbei wird – ebenso wie beim Keramik-Inlay im zweizeitigen Vorgehen, vom Zahntechniker/von der Zahntechnikerin ein Gold-Inlay angefertigt. Auch hier werden vorher in der Praxis in einer ersten Sitzung mit einem weichen Material Abdrücke von Ober- und Unterkiefer genommen. Der Zahn wird bis zu einer zweiten Sitzung, in der das Inlay in den Zahn eingesetzt wird, mit einer provisorischen Füllung versorgt. Das fertige Inlay wird mit Zement endgültig eingesetzt.

Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen.

Zuerst werden Röntgenaufnahmen angefertigt und es wird geprüft, ob der Zahn oder die Zähne noch vital sind, der Zahnnerv also auf Reize wie Kälte reagiert. Falls es nötig ist oder auf Wunsch, kann eine lokale Anästhesie genutzt werden, um die Behandlung möglichst schmerzfrei zu gestalten.

Die kariösen Stellen und defekten Füllungen werden mithilfe eines Bohrers entfernt und die danach übrigbleibende, gesunde Zahnsubstanz wird in die richtige Form geschliffen. Sollte die Karies nah an einem Zahnnerv entfernt worden sein, wird der Zahnnerv nun mit Unterfüllungsmaterial abgedeckt. Danach suchen Arzt/Ärztin und Patient/Patientin gemeinsam die zur natürlichen Zahnsubstanz passende Zahnfarbe aus.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken – so auch bei der Versorgung mit Inlays. Im Folgenden möchten wir Sie darüber aufklären:

  • Zähne und/oder umliegendes Zahnfleisch können leicht bis stark schmerzen
  • Das Zahnfleisch kann sich leicht bis stark entzünden und/oder bluten. Sollte die Pflege nicht ausreichen, kann dies auch lang anhalten
  • Zähne können vorübergehend überempfindlich auf Berührung oder Reize reagieren (heiß/kalt, süß, sauer)
  • Beim Zusammenbeißen können Schmerzen, Fremdkörpergefühl oder andere Beschwerden auftreten Nervengewebe im Zahninneren, das vor der Behandlung noch lebendig war, kann absterben. Dies kann eine Wurzelbehandlung oder sogar die Entfernung des Zahns notwendig machen
  • An den Füllungsrändern kann Karies entstehen (Sekundärkaries). Das ist besonders dann sehr wahrscheinlich, wenn die Pflege nicht genügt
  • Die Klebefuge oder der Zementspalt können sich verfärben und sichtbar werden Teile des Zahns oder des Inlay können abbrechen und das Inlay verloren gehen
  • Beim Beißen auf solche gelösten Teile können Füllungen, Kronen, Zähne, Zahnfleisch oder Zahnersatz
  • beschädigt werden
  • Teile, die gelöst sind, können zudem verschluckt oder eingeatmet werden
Folgen bei unterlassener Behandlung

Falls die vorgeschlagene Behandlung nicht vorgenommen wird, kann der Krankheitsverlauf folgendermaßen fortschreiten:

  • In den Kanten und Schmutznischen der geschädigten Zähne können sich vermehrt Bakterien ansiedeln. Dort können sie nicht nur Mundgeruch verursachen, sondern auch die Zahnsubstanz schädigen. Zudem kann sich dadurch das Zahnfleisch entzünden, Taschen bilden und/oder sich zurückbilden
  • Wenn die Bakterien bis zum Zahnnerv vordringen, kann dieser in Folge einer Entzündung absterben. Das verursacht starke Schmerzen und teilweise auch Entzündungen an der Wurzelspitze sowie Abszesse. All diese Faktoren können zu Zahnverlust führen
  • Bleiben diese Entzündungen lange unbehandelt, ist es möglich, dass Bakterien in die Blutbahn und bis zum Herzen vordringen. Dort können Sie schwere Krankheiten verursachen
  • Durch Karies geschädigte Zähne können überempfindlich auf Nahrung und Getränke reagieren (heiß/kalt, süß, sauer)
  • Karies kann zum Brechen von Zähnen führen, ebenso wie große, schadhafte Füllungen. Im Extremfall muss der Zahn entfernt werden
  • Scharfe Kanten an den Zähnen können Wange und Zunge verletzen
  • Es drohen Kiefergelenksbeschwerden und -schäden sowie Zahnwanderung, wenn der Kiefer nicht ausreichend abgestützt ist
  • Der Verdauungstrakt kann
Potenzielle Behandlungsalternativen

Bei sehr großen Defekten können Teilkronen oder Kronen genutzt werden. Die verbliebene Zahnsubstanz ist zwar besser vor Bruchgefahr geschützt, weil die Krone den verbliebenen Zahn ganz oder teilweise umschließt. Dafür muss jedoch mehr Zahnsubstanz entfernt werden und die Teilkrone/ Krone aufwendiger angefertigt werden. Zudem ist die Gefahr größer, den Zahnnerv zu schädigen.

Bei kleinen Defekten können Füllungen genutzt werden, was den Vorteil hat, dass weniger Zahnsubstanz entfernt werden muss.

Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Für einen optimalen Behandlungserfolg beachten Sie bitte folgende Hinweise.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

  • Beachten Sie die Informationen und Hinweise aus der Aufklärungsdokumentation zur Lokalanästhesie, die Sie von uns erhalten
  • Informieren Sie uns vor der Behandlung über jegliche bestehende Erkrankungen und etwaige Allergien

Nach der Behandlung – Verhalten nach dem Eingriff

  • Beachten Sie die Informationen und Hinweise aus der Aufklärungsdokumentation zur Loka-lanästhesie, die Sie von uns erhalten
  • Informieren Sie uns vor der Behandlung über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien Bitte rauchen Sie am Tag der Behandlung nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich
  • Bitte nehmen Sie keine Nahrung zu sich, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist. Dies gilt auch für Suppen und heiße oder kalte Getränke

Mithilfe des Patienten zur Pflege

  • Gute und gewissenhafte Mundpflege ist notwendig, um die Krone und den darunterliegenden Zahn über viele Jahre zu erhalten. Dabei sollten Sie auch die Zahnzwischenräume reinigen, um so Zahnfleischentzündungen möglichst zu verhindern
  • Kommen Sie mindestens einmal im Halbjahr zu einem Kontrollbesuch in die Praxis
  • Genauso wie gesunde Zähne, eignen sich auch Zähne mit Inlay nur für „natürliche“ Aufgaben. Beißen Sie also nicht auf feste Materialien wie Knochen. Beißen sie auch keine Fäden ab, knacken keine Nüsse mit den Zähnen oder öffnen mit den Zähnen keine Kronkorken-Flaschen

Informieren sie uns direkt:

  • bei Schmerzen, Schwierigkeiten, anderen Beschwerden oder Fragen
  • wenn Ihr Inlay herausfällt. Wickeln Sie es direkt in ein sauberes Taschentuch und rufen Sie uns an. Versuchen Sie nicht, es wieder selbst einzusetzen, dadurch könnten Schäden an Ihren Zähnen und/oder dem Inlay entstehen

 

XENJA EMMYLOU WALENDY
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