069 777 076

Implantate

Das Implantat

Ein Implantat hat die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel und wird fest in den Kieferknochen eingeschraubt. Der Zahnersatz wird durch das Implantat getragen und hat somit einen festen Halt. Implantate werden aus Titan und anderen körperverträglichen Materialien gefertigt. Wie Zahnwurzeln sorgen sie für eine gleichmäßige Belastung der Knochen. Dadurch kann Knochenschwund verhindert werden. Je nachdem, welcher Zahnersatz angezeigt ist, kann er natürliche Kaufunktionen annähernd wiederherstellen.

Behandlungsablauf

Bei einem üblichen Behandlungsverlauf werden zuerst Röntgenbilder angefertigt, eventuell Abformungen genommen und
Modelle hergestellt. Je nach Fall können weitere Schritte in der Diagnostik notwendig sein.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Implantate   

Am Tag der OP wird das Operationsgebiet zunächst betäubt. Es wird die Schleimhaut ein wenig abgelöst und der Knochen
mithilfe von Bohrern für die Aufnahme des Implantates vorbereitet.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Implantate

Ist der Hohlraum geschaffen, eventuell sogar durch eine Extraktion oder den Verlust eines Zahnes bereits vorhanden, wird das
Implantat dort hineingeschraubt.

 

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Implantate

Während der Behandlung entscheidet sich, ob Aufbauteile sofort an dem Implantat angebracht und belastet werden können, oder
ob eine Einheilzeit von 3 – 6 Monaten nötig ist.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Implantate

Stellt sich heraus, dass der Knochen nicht ausreichend stark ist, um ein Implantat aufzunehmen, muss er vorab aufgebaut
werden. Man unterscheidet zwischen additiven und non-additiven Aufbaumethoden. Bei den additiven Methoden werden
beispielsweise Eigen-, Fremd- oder künstliche Knochen in das geschaffene Implantatbett eingebracht. Bei den non-additiven
Methoden wird beispielsweise eine Knochenspreizung, -kompression oder -dehnung vorgenommen. Es ist denkbar, beide
Methoden zu kombinieren, wenn dies den größten Erfolg verspricht. Auch die Schleimhaut bzw. das Weichgewebe kann
aufgebaut werden, wenn es zu dünn ist oder nicht ausreicht.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Implantate

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken. Folgende Risiken und Nebenwirkungen können bei der Versorgung mit Implantaten auftreten.

  • Blutungen, Kreislaufreaktionen, allergische Reaktionen können durch örtliche Betäubung auftreten. Ebenso wie Schädigung von Nerven oder lang andauernde, selten sogar bleibende Gefühllosigkeit.
  • Trotz präzisem Vorgehen kann sich ein Implantat nach der Behandlung lockern und aus seiner Befestigung lösen und somit verloren werden. Je nach Behandlungsfall kann es zu einem späteren Zeitpunkt ersetzt werden.
  • Im Oberkiefer kann es zu einer Perforation der Schneider’schen Membran, Eröffnung der Kiefer- und Nasennebenhöhle und Entzündungen kommen.
  • Im Unterkiefer sind Verletzungen des Unterkiefer- oder des Zungennervs mit Gefühls- und Geschmacksstörungen an Lippe und Zunge, sowie ein Unterkieferbruch möglich.
  • Es kann zu Entzündungen kommen, die immer wieder auftreten(z. B. Periimplantitis). Dabei kann es auch zu einem Implantatverlust kommen.
  • Mit den chirurgischen Instrumenten können benachbartes Gewebe oder Zähne beschädigt werden.
  • Es können Blutungen und Entzündungen (eventuell mit Eiteransammlung) auftreten.
  • Das Wundgebiet kann schmerzen.
  • Neben der örtlichen Betäubung können auch andere Betäubungsmittel und Medikamente (wie etwa Antibiotika) allergische Reaktionen hervorrufen.
  • Andere Komplikationen können sofort oder in der Zeit nach der Operation auftreten, z. B. können Weichgewebe schwinden oder anschwellen, das Implantat, die Oberkonstruktion oder Teile von ihr können brechen.
Folgen bei unterlassener Behandlung

Sollte kein Implantat gesetzt werden oder die Situation anderweitig behandelt werden (nächster Abschnitt), droht ein Fortschreiten der Krankheit. Dies kann sich auf unterschiedliche Weise äußern:

  • Knochen und Gewebe können an der betroffenen Stelle weiter abgebaut werden. In der Folge droht weiterer Zahnverlust,
    der das Problem nicht nur medizinisch, sondern auch ästhetisch verschärfen kann, da große Lücken schlechter geeignet sind für herausnehmbare Zahnersatzlösungen.
  • Kiefer und Zähne können stark geschädigt werden, da der Kiefer beim Kauen aufgrund der Zahnlücke falsch belastet wird.
  • Generell kann das Kauen mit Lücke schwerer fallen und damit die Verdauung von Nahrung erschweren.
  • Zähne können in die Lücken „wandern“, also sich verschieben oder kippen. Werden die Zähne im Gegenkiefer nicht abgestützt, können diese herauswachsen (elongieren) und dadurch verloren gehen.
Potenzielle Behandlungsalternativen

Neben einem Implantat kann man in gewissen Fällen auch auf andere Behandlungsmethoden zurückgreifen. Insbesondere bei
unzureichender Mundhygiene, starkem bis gravierendem Knochenabbau und anderen Erkrankungen können diese Alternativen
empfehlenswert sein. Zu diesen zählen u.a. herausnehmbare Prothesen, Teilprothesen sowie Brücken und andere festsitzende
Zahnersatzlösungen.

Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Für einen optimalen Behandlungserfolg beachten Sie bitte folgende Hinweise.

Nach der OP – Verhalten nach dem Eingriff
Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen.

  • Vermeiden Sie es, die Wunde direkt zu berühren.
  • Sollte es zu Nachblutungen kommen, beißen Sie 30 Minuten auf ein sauberes Stofftaschentuch. Sollten die Nachblutungen nicht aufhören oder immer wiederkehren, melden Sie sich bitte umgehend in unserer Praxis.
  • Sind Schmerzmittel und/oder Antibiotika nötig, achten Sie darauf, die maximale Tagesdosis nicht zu überschreiten.
  • Eingebrachte Fäden und eingegliederte Verbandplatten müssen wieder entfernt werden. Bitte halten Sie den vereinbarten Termin dazu ein.
  • Sollte es vorübergehend zu einer Schwellung und/oder Schmerzen im Wundbereich kommen, kann dies auch Ihre Mundöffnung einschränken. Bitte kühlen Sie Ihre Wange mit kalten Umschlägen. Am besten schlagen Sie diese vorher in ein Tuch ein, um direkten Hautkontakt zu vermeiden.
  • Bitte schnäuzen Sie Ihre Nase in der ersten Zeit nicht, damit kein hoher Druck in Mund und Nase entsteht.
  • Nehmen Sie keine Nahrung zu sich, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist. Dies gilt auch für Suppen und heiße oder kalte Getränke. Ziehen Sie direkt nach dem Eingriff weiche Nahrung vor und sprechen Sie möglichst wenig.
  • Während der Wundheilungsphase (und mindestens die ersten 24 Stunden nach dem Eingriff): Rauchen Sie nicht, trinken Sie keinen Alkohol, keine sauren Getränke (Orangensaft etc.) und keinen Kaffee. Essen Sie keine scharfen Lebensmittel und keine Milchprodukte. Diese Lebensmittel könnten Wundheilungsstörungen und Beschwerden hervorrufen.
  • Bitte putzen Sie Ihre Zähne auch direkt im Anschluss an die OP zweimal täglich. Sparen Sie dabei den Wundbereich aus

Mithilfe des Patienten zur Pflege
Nur mit einer gewissenhaften und ausreichenden Mundhygiene ist es möglich, Ihre Implantate für die nächsten Jahre zu erhalten. Dazu ist Ihre Mitarbeit zwingende Voraussetzung:

  • Putzen Sie Ihre Zähne jeden Tag mindestens zwei mal fünf Minuten. Wie Sie am besten vorgehen und welche Hilfsmittel Sie verwenden sollten, erfahren Sie von uns im Rahmen einer Prophylaxe-Sitzung.
  • Bitte stellen Sie sich zwei mal, im Idealfall drei mal jährlich in unserer Praxis zur Kontrolle und zur professionellen Zahnreinigung vor. Bereiche wie Zahnzwischenräume oder die hinteren Seitenzähne, die sich zuhause nur schwer pflegen lassen, werden von uns professionell gereinigt.
  • Bedenken Sie bitte, dass nicht nur das Implantat und Ihr Zahnersatz stehts gepflegt werden müssen. Nur ein komplett gesundes Gebiss unterstützt die Erhaltung Ihrer Implantate.

Sinuslift

Sinuslift

Nicht immer ist es ohne Weiteres möglich, einen oder mehrere Zähne im Oberkiefer durch Implantate zu ersetzen. Ein Grund dafür ist eine geringe, nicht ausreichende Knochenstärke des Oberkieferknochens, welche durch Knochenresorption oder -atrophie bedingt sein kann. Unter diesen Umständen ist vor der Implantation ein Sinuslift notwendig.

Unter Sinuslift versteht man den Aufbau der Kieferhöhle. Dabei gibt es verschiedene Grundvarianten, die im Punkt „Behandlungsablauf“ genauer dargelegt werden.

Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen.

Generell gilt für alle im Folgenden erklärten Behandlungsvarianten:

  • Sollten die Schleimhautverhältnisse nicht ausreichen, können diese im Vorfeld aufgebaut werden.
  • Bei allen folgenden Behandlungsvarianten ist zu beachten, dass eingebrachte Pins zur Befestigung der Membranen gegebenenfalls später entfernt werden müssen.
Interner Sinuslift

Die Behandlung beginnt zunächst mit einer umfassenden Diagnostik. Der Eingriff wird im Detail anhand eines Therapieplans geplant. Bildgebende Verfahren werden verwendet, um z. B. die Lage und die Dicke des Knochens vorab zu bestimmen. Zu Beginn der Behandlung wird zunächst das betroffene Gebiet durch eine örtliche Betäubung anästhesiert.

Die Schleimhaut wird vorsichtig gelöst und abgehoben, sodass eine freie Sicht auf den Oberkieferknochen gewährleistet ist. Mit verschiedenen Bohrern wird das Implantatbett geschaffen, in welches das Implantat hineingeschraubt wird. Ist ausreichend Restknochen vorhanden, wird der Sinuslift direkt durch den Bohrkanal für das spätere Implantat vorgenommen. Es wird mit verschiedenen Instrumenten vorsichtig der Boden und die Schleimhaut der Kieferhöhle ein paar Millimeter nach oben gedrückt. Bei Bedarf wird direkt Knochenaufbau-Material eingebracht.

Läuft die Behandlung komplikationslos ab, kann das Implantat im gleichen Arbeitsschritt eingesetzt werden. Es muss nun mehrere Monate einheilen. Währenddessen hat das Knochenaufbau-Material Zeit, sich mit dem natürlichen Knochen zu verbinden. Gleichzeitig kann es diesen zum Wachstum anregen.

Das Zahnfleisch wird wieder an seine vorherige Stelle gelegt und vernäht.

Sollte es sich während der Behandlung ergeben, kann auch ein zusätzlicher, seitlicher (lateraler) Zugang zur Kieferhöhle nötig werden.

Externer Sinuslift (einzeitiges Vorgehen)

Ist das interne Verfahren nicht möglich, beispielsweise, weil der Knochenaufbau für mehrere Zähne vorgenommen werden soll oder wenn die Höhe des Restknochens nicht ausreicht, kann ein externer Sinuslift infrage kommen. Dabei wird ein seitlicher Zugang geschaffen. Das Gebiet wird zunächst lokal betäubt und die Schleimhaut behutsam abgelöst. Bei freier Sicht auf den Knochen wird ein Knochenfenster gebildet. Durch dieses Fenster wird die Schleimhaut der Kieferhöhle vorsichtig vom Boden der Kieferhöhle abgelöst. In den Hohlraum werden Knochenaufbau-Material und das Implantat eingebracht. Wenn nötig, wird es mit einer Membran abgedeckt. Der Kieferknochen wird so um das Implantat herum aufgebaut und zur Neubildung angeregt.

Das Zahnfleisch wird wieder an seine vorherige Stelle gelegt und vernäht.

Das Implantat und das Knochenaufbau-Material sollten nun mehrere Monate einheilen ehe mit den weiteren Behandlungsschritten fortgefahren werden kann.

Externer Sinuslift (zweizeitiges Vorgehen)

In manchen Fällen ist es nicht möglich, beim externen Sinuslift das Implantat im gleichen Behandlungsschritt zu implantieren. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Restknochenhöhe so gering ist, dass zunächst ein aufgebauter und eingeheilter Knochen vorhanden sein muss, um dem Implantat Halt zu geben. Es wird wie beim einzeitigen Vorgehen ein seitlicher Zugang geschaffen. Das Gebiet wird zunächst lokal betäubt und die Schleimhaut behutsam abgelöst. Bei freier Sicht auf den Knochen wird ein Knochenfenster gebildet. Durch dieses Fenster wird die Schleimhaut der Kieferhöhle vorsichtig vom Boden der Kieferhöhle abgelöst.

In den Hohlraum wird das Knochenaufbau-Material eingebracht und, wenn nötig, mit einer Membran abgedeckt. Der Kieferknochen wird so von innen her aufgebaut und zur Neubildung angeregt.

Das Zahnfleisch wird wieder an seine vorherige Stelle gelegt und vernäht.

Das Knochenaufbau-Material sollte nun zunächst einige Monate einheilen. Danach kann in einer zweiten Operation das Implantat in dem neu aufgebauten Kieferknochen eingesetzt werden. Auch das Implantat wird nun zunächst über mehrere Monate einheilen, ehe mit den weiteren Behandlungsschritten fortgefahren werden kann.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Sinuslift

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Sinuslift

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Sinuslift

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken – so auch bei einem Sinuslift. Je nachdem, welche Komplikation eintritt, kann es nötig sein, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Im Folgenden möchten wir Sie darüber aufklären:

  • In seltenen Fällen kann es in Folge der Betäubung zu allergischen Reaktionen (auch unabhängig von der Betäubung auf Medikamente), Kreislaufproblemen, Blutungen, Nervenschädigungen und einer anhaltenden Gefühllosigkeit in den betroffenen Arealen kommen.
  • Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass benachbarte Zähne und Weichgewebe durch zahnärztliche Instrumente geschädigt werden.
  • Möglicherweise kommt es zu Blutungen und/oder Entzündungen mit Eiteransammlung. Diese können dazu führen, dass der transplantierte Knochen wieder abgestoßen wird und entfernt werden muss.
  • Mithilfe von Antibiotika wird versucht, den Knochen zu erhalten. Sollte er dennoch entfernt werden müssen, muss das Wundgebiet zunächst ausheilen. Danach kann eine erneute Transplantation stattfinden.
  • Rückgang, Schwund oder Schwellung der Weichgewebe
  • Implantatverlust: Trotz exakter Technik kann sich ein Implantat lockern und verloren werden. Später kann eventuell ein neues Implantat gesetzt werden.
  • Fraktur des Implantats oder des Zahnersatzes
  • Oberkiefer: Perforation der Schneiderschen Membran, Eröffnung der Kiefer- und Nasennebenhöhle mit Entzündung
  • Immer wiederkehrende Entzündungen. Daraus kann ein Verlust der Implantate resultieren.
  • Knochenbrüche. Bitte kauen Sie, insbesondere mit der Seite, an der der Knochenspan entnommen wurde, sehr vorsichtig, um eine Fraktur zu vermeiden.
Potenzielle Behandlungsalternativen

Wird der Oberkieferknochen nicht wiederaufgebaut, ist eine Implantation nicht möglich. Es kommen dann folgende Alternativen ohne Implantate in Betracht:

  • Festsitzende, prothetische Versorgungen, sofern möglich, etwa durch eine Brücke. Gesunde Nachbarzähne müssen unter Umständen beschliffen werden.
  • Herausnehmbare Teil- oder Vollprothesen, das sind z. B. Teleskopprothesen, Klammerprothesen, Totalprothesen
Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Für einen optimalen Behandlungserfolg beachten Sie bitte folgende Hinweise.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

Sie können schon vor dem Eingriff viel dafür tun, die Risiken zu minimieren:

  • Es ist für einen reibungslosen Ablauf der Behandlung zwingend notwendig, dass Sie uns im Vorhinein über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien informieren, insbesondere über bestehende Nickelallergien.
  • Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.
  • Bitte reinigen Sie Ihren Mundraum am Tag der Extraktion gewissenhaft – im Mund befindliche Bakterien sind ein Infektionsrisiko.
  • Bitte rauchen Sie am Tag der Extraktion nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich.

Nach der OP – Verhalten nach dem Eingriff

  • Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen.
  • Bitte vermeiden Sie es, die Wunde direkt zu berühren.
  • Kühlen Sie den Operationsbereich in regelmäßigen Abständen und bei vorübergehenden Schwellungen und/oder Schmerzen im Wundbereich.
  • Bei Nasenblutunten kühlen Sie Ihren Nacken.
  • Bei Nachblutungen beißen Sie bitte 30 Minuten auf ein sauberes Stofftaschentuch. Sollten die Nachblutungen nicht aufhören oder immer wiederkehren, melden Sie sich bitte umgehend in unserer Praxis.
  • Sind Schmerzmittel und/oder Antibiotika nötig, achten Sie bitte darauf, die maximale Tagesdosis nicht zu überschreiten.
    Es ist wichtig, dass Sie das verschriebene Antibiotikum über die gesamte vereinbarte Dauer einnehmen, auch nach Operation.
  • Eingebrachte Fäden und eine eingegliederte Verbandplatte müssen wieder entfernt werden. Bitte halten Sie den vereinbarten Termin dazu ein.
  • Bitte nehmen Sie keine Nahrung zu sich, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist. Dies gilt auch für Suppen und heiße oder kalte Getränke. Bitte ziehen Sie weiche Nahrung vor und sprechen möglichst wenig Während der gesamten Wundheilungsphase, mindestens jedoch in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff: Rauchen Sie nicht, trinken Sie keine sauren, alkoholischen oder koffeinhaltigen Getränke.
  • Essen Sie außerdem keine scharfen Lebensmittel und keine Milchprodukte. All diese Nahrungsmittel könnten die Wundheilung stören und Beschwerden verursachen.
  • Bitte putzen Sie Ihre Zähne auch direkt im Anschluss an die OP zweimal täglich. Sparen Sie dabei den Wundbereich aus.
  • Unterlassen Sie Sport und Flugreisen für 10 Wochen nach der Operation.
  • Bitte schnäuzen Sie sich nicht. Durch zu starken Druck könnte sich das eingelegte Knochenersatzmaterial herausdrücken.

Mithilfe des Patienten zur Pflege

Um die Implantate für die nächsten Jahre zu erhalten, ist eine gewissenhafte Mundhygiene zwingend nötig. Wichtigste Voraussetzung ist Ihre Mitarbeit:

  • Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich fünf Minuten lang. Bei einer Prophylaxe-Sitzungerfahren Sie, wie und mit welchen Hilfsmitteln Sie dabei am besten vorgehen.
  • Lassen Sie pro Jahr zwei, idealerweise drei Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen. durchführen. Dabei werden schwer erreichbare Bereiche wie Zahnzwischenräume oder hintere Seitenzähne professionell gereinigt.
  • Reinigen Sie nicht nur das Implatat und Ihren Zahnersatz gewissenhaft, sondern das gesamte Gebiss. Umfassende Zahngesundheit ist ein guter Schutz für Ihre Implantate.

Informieren sie uns direkt:

  • sollte aus der Wunde Knochenersatzmaterial gelangen; ggf. müssen die Fäden nachgezogen oder die Wunde neu geschlossen werden
  • bei wiederkehrenden Nachblutungen oder wenn diese länger als eine Stunde andauern

Knochenblock

Knochenblock OP

Nicht immer ist es ohne Weiteres möglich, einen oder mehrere Zähne durch Implantate zu ersetzen. Ein Grund dafür ist eine zu geringe Knochensubstanz, beispielsweise, weil die Knochenhöhe oder die Knochenbreite nicht ausreichen. In diesem Fall kann ein Aufbau des Kieferknochens vorgenommen werden.

Der Knochenblockaufbau

Beim Knochenblockaufbau wird der Kieferknochen aufgebaut. Dieses Verfahren nennt sich „Augmentation“. Ist der Knochen zu schmal bzw. zu niedrig für die Aufnahme eines Implantats, kann von einer anderen Stelle ein kleines Knochenstück entnommen werden. Alternativ können auch Fremdknochen oder synthetische Knochen genutzt werden. Sie werden an den späteren Ort des Implantats versetzt.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Knochenblock OP

Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen. Generell gilt:

  • Sollten die Schleimhautverhältnisse für die Behandlung nicht ausreichen, kann die Schleimhaut vorher aufgebaut werden.
  • Membranen, die während der Behandlung eingebracht werden, müssen gegebenenfalls mit Pins befestigt werden, die eventuell später wieder später entfernt werden müssen. 

Ein Knochenstück wird an einer anderen Stelle, etwa Unterkieferast oder Kinn entnommen und an den Ort versetzt, an dem später das Implantat befestigt werden soll. Hier wird dieses mit kleinen Schrauben befestigt. Nach einer Einheilphase von 4-6 Monaten kann mit der Implantation begonnen werden.

Schematischer Operationsverlauf bei einer Knochenblock-Transplantation und Variationen

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Knochenblock OPXENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Knochenblock OPXENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Knochenblock OP

Kleinere Knochenblöcke oder –späne lassen sich beispielsweise aus dem aufsteigenden Unterkieferast oder dem Kinnbereich entnehmen. Dies wird in der Regel innerhalb derselben Operation mit der Transplantation durchgeführt. Dies ist ein übliches Verfahren. Der transplantierte Knochen wird normalerweise während der Einheilphase mit einer Membran geschützt. Es kann auch an den Entnahmestellen zu Schmerzen oder Schwellungen kommen.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken – so auch bei einem Knochenaufbau und einer Implantation. Im Folgenden möchten wir Sie darüber aufklären:

  • In seltenen Fällen kann es in Folge der Betäubung zu allergischen Reaktionen (auch unabhängig von der Betäubung auf eingesetzte Medikamente), Kreislaufproblemen, Blutungen, Nervenschädigungen und einer anhaltenden Gefühllosigkeit in den betroffenen Arealen kommen.
  • Blutungen und teils wiederkehrende Entzündungen, eventuell mit Eitersammlung. Diese können dazu führen, dass der transplantierte Knochen wieder abgestoßen wird und entfernt werden muss. Mithilfe von Antibiotika wird versucht, den Knochen zu erhalten. Sollte er dennoch entfernt werden müssen, muss das Wundgebiet zunächst ausheilen. Danach kann eine erneute Transplantation stattfinden.
  • Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass benachbarte Zähne und Weichgewebe durch zahnärztliche Instrumente geschädigt werden.
  • Rückgang der Weichgewebe
  • Knochenbrüche. Bitte kauen Sie, insbesondere mit der Seite, an der der Knochenspan entnommen wurde, sehr vorsichtig, um eine Fraktur zu vermeiden.
Folgen bei unterlassener Behandlung

Wenn die vorgeschlagene Versorgung oder Alternativen nicht stattfinden, kann der Krankheitsverlauf folgendermaßen fortschreiten:

  • Fortschreitender Gewebe- und Knochenabbau, der einen Aufbau zu einem späteren Zeitpunkt unmöglich machen kann. Zudem führt der Abbau oft zu Zahnverlust.
  • Unter Umständen ist ohne Implantate keine festsitzende Versorgung möglich.
  • Fehlbelastung des Kiefers. Bestehende Zähne und das Kiefergelenk können dadurch geschädigt und das Kausystem beeinträchtigt werden.
  • „Wandern“, also verschieben und kippen, der Zähne in die Lücken. Werden die Zähne im Gegenkiefer nicht abgestützt, können diese Herauswachsen (elongieren) und dadurch verloren gehen.
  • Belastung des Verdauungstraktes, da mit Lücke nicht richtig gekaut werden kann
Potenzielle Behandlungsalternativen

Ist ein notwendiger Knochenaufbau aus verschiedenen Gründen nicht möglich, kann keine Implantation stattfinden. Es kommen dann folgende Alternativen ohne Implantate in Betracht:

  • Festsitzende Brücken: Bei einer Brücke wird der oder die fehlenden Zähne durch künstliche „Brückenglieder“ ersetzt. Sie werden von zwei benachbarten Zähnen, die als so genannte „Pfeiler“ fungieren, getragen. Dabei kann das Brückenglied sich entweder zwischen zwei Zähnen befinden, oder als Abschluss einer Zahnreihe an die zwei vorher stehenden Zähne angehängt werden Eine Brücke ist nur dann realisierbar, wenn nicht zu viele Zähne fehlen und die Zahnlücken nicht zu groß sind. Für eine Brücke müssen die Pfeilerzähne beschliffen werden.
  • Herausnehmbare (Teil-)Prothese: z. B. Teleskopprothese, Klammerprothese, Totalprothese
Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

Sie können schon vor dem Eingriff viel dafür tun, die Risiken zu minimieren:

  • Es ist für einen reibungslosen Ablauf der Behandlung zwingend notwendig, dass Sie uns im Vorhinein über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien informieren, insbesondere über bestehende Nickelallergien.
  • Bitte rauchen Sie am Tag der Extraktion nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich.

Nach der Behandlung – Verhalten nach dem Eingriff

  • Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen.
  • Berühren Sie die Wunde nicht direkt.
  • Bei Nachblutungen: Beißen Sie 30 Minuten lang auf ein sauberes Stofftaschentuch.
  • Überschreiten Sie nicht die empfohlene maximale Tagesdosis von Schmerzmitteln und/oder Antibiotika.
  • Eingebrachte Fäden und eine eingegliederte Verbandplatte oder Membran müssen wieder entfernt werden. Bitte halten Sie den vereinbarten Termin dazu ein.
  • Bei vorübergehenden Schwellungen und/oder Schmerzen im Wundbereich: Kühlen Sie Ihre Wange. Ansonsten kann es zu einer Einschränkung der Mundöffnung kommen.
  • Nehmen Sie keine Nahrung zu sich, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist. Dies gilt auch für Suppen und heiße oder kalte Getränke. Sprechen Sie möglichst wenig. Ziehen Sie nach Abklingen der Betäubung weiche Nahrung vor.
  • Während der gesamten Wundheilungsphase, mindestens jedoch in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff: Rauchen Sie nicht, trinken Sie keine sauren, alkoholischen oder koffeinhaltigen Getränke. Essen Sie außerdem keine scharfen Lebensmittel und keine Milchprodukte. All diese Nahrungsmittel könnten die Wundheilung stören und Beschwerden verursachen.
  • Eine gewissenhafte Mundhygiene trägt zu einer guten Prognose für den Knochenaufbau bei. Putzen Sie Ihre Zähne auch direkt im Anschluss an die OP zweimal täglich. Sparen Sie dabei den Wundbereich aus.
  • Bitte schnäuzen Sie sich in der ersten Zeit nicht, damit kein hoher Druck in Mund und Nase entsteht.

Informieren Sie uns direkt

  • Falls aus der Wunde Knochenersatzmaterial gelangt; ggf. müssen die Fäden nachgezogen oder die Wunde neu geschlossen werden
  • Bei wiederkehrenden oder anhaltenden Nachblutungen

 

XENJA EMMYLOU WALENDY
ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE
Schloßstraße 83 | 60486 Frankfurt
Fon 069 777 076 | Fax 777 075
praxis@walendy.dental
Termine nach Vereinbarung
Mo + Do 8 — 19 h | Di + Mi 8 — 17 h | Fr + Sa optional

ONLINE TERMINE

UND DIE WELT LACHT MIT DIR