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Zahnentfernung

Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen.
Nachdem das Operationsgebiet lokal betäubt wurde, wird der Zahn zuerst mithilfe eines Hebels im Zahnfach gelockert, um ihn danach mit einer Zange ziehen zu können.
Sollte es zu Komplikationen kommen (z.B. das Brechen des Zahns während der Behandlung), muss er unter Umständen operativ entfernt werden. Dafür muss zuerst das Zahnfleisch vom Knochen gehoben und aufgeklappt werden, um danach mit dem Bohrer direkt den Knochen abtragen zu können, unter dem der Zahn liegt. Damit er leichter entfernt werden kann, muss der Zahn eventuell in Einzelteile zerlegt werden.
Handelt es sich um eine kleine Wunde, muss sie nach dem Eingriff nicht vernäht werden. Größere hingegen werden genäht. In manchen Fällen müssen dabei Medikamente eingebracht werden.

XENJA EMMYLOU WALENDY ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE - Exktraktion

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken – so auch bei der Extraktion. Folgende Risiken und Nebenwirkungen können auftreten:

  • Bei Beschwerden nach der Behandlung kann es nötig werden, ein Antibiotikum einzunehmen.
  • Es kann in Folge der Betäubung zu allergischen Reaktionen, Kreislaufproblemen, Blutungen, Nervenschädigungen und einer anhaltenden Gefühllosigkeit in den betroffenen Arealen kommen. Diese Fälle sind jedoch selten. Auch bei anderen Medikamenten wie Antibiotika kann es zu allergischen Reaktionen kommen.
  • Schmerzen im Wundgebiet
  • Blutungen und/oder Entzündungen mit Eiteransammlung
  • Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass benachbarte Zähne und Weichgewebe durch zahnärztliche Instrumente geschädigt werden.
  • Es können wiederkehrende Entzündungen auftreten, durch die die Wundheilung beeinträchtigt werden kann. Abszesse und Knocheninfektionen können dadurch bedingt werden.
  • Wenn Zähnen im Oberkiefer entfernt werden, können dabei Eröffnungen der Kieferhöhle und/oder Kieferhöhleninfektionen entstehen.
  • Der Zahn oder zahnärztliche Instrumente könnten verschluckt oder eingeatmet werden.
  • Wenn Zähne im Unterkiefer entfernt werden, könnten Unterkiefer oder Zungennerv verletzt werden, was wiederum zu Gefühls- und Geschmacksstörungen an Lippe und Zunge führen kann. In extrem seltenen Ausnahmefällen, kann der Unterkiefer brechen.
  • In sehr seltenen Fällen kommt es zu andauernden Empfindungs- und Geschmacksstörungen.
Folgen bei unterlassener Behandlung

Wird der Zahn nicht behandelt, verschlimmern sich die Beschwerden. Ist die Extraktion etwa wegen Kariesbefalls nötig, könnten sich die Bakterien weiter ausbreiten und dabei auch andere Zähne befallen. Damit können sich neue Entzündungen bilden und bestehende ausbreiten.
Bleiben diese Entzündungen lange unbehandelt, ist es möglich, dass Bakterien in die Blutbahn und bis zum Herzen vordringen. Dort können Sie schwere Krankheiten verursachen.

Potenzielle Behandlungsalternativen

Die Extraktion eines Zahns ist alternativlos.

Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Für einen optimalen Behandlungserfolg beachten Sie bitte folgende Hinweise.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

Sie können schon vor dem Eingriff viel dafür tun, die Risiken zu minimieren:

  • Es ist für einen reibungslosen Ablauf der Behandlung zwingend notwendig, dass Sie uns im Vorhinein über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien informieren.
  • Bitte reinigen Sie Ihren Mundraum am Tag der Extraktion gewissenhaft – im Mund befindliche Bakterien sind ein Infektionsrisiko.
  • Bitte rauchen Sie am Tag der Extraktion nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich.
  • Beachten Sie die Informationen und Hinweise aus der Aufklärungsdokumentation zur Lokalanästhesie, die Sie von uns erhalten.

Nach der OP – Verhalten nach dem Eingriff

  • Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen.
  • Sind Schmerzmitteln und/oder Antibiotika nötig, achten Sie bitte darauf, die maximale Tagesdosis nicht zu überschreiten.
  • Vermeiden Sie es, die Wunde direkt zu berühren.
  • Sollte es vorübergehend zu einer Schwellung und/oder Schmerzen im Wundbereich kommen, kühlen Sie Ihre Wange mit kalten Umschlägen.
  • Nehmen Sie keine Nahrung zu sich, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist. Dies gilt auch für Suppen und heiße oder kalte Getränke. Sprechen Sie möglichst wenig. Ziehen Sie nach Abklingen der Betäubung weiche Nahrung vor.
  • Während der gesamten Wundheilungsphase, mindestens jedoch in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff: Rauchen Sie nicht, trinken Sie keine sauren, alkoholischen oder koffeinhaltigen Getränke. Essen Sie außerdem keine scharfen Lebensmittel und keine Milchprodukte. All diese Nahrungsmittel könnten die Wundheilung stören und Beschwerden verursachen.
  • Schnäuzen Sie sich in der ersten Zeit nicht, damit kein hoher Druck in Mund und Nase entsteht. Dies ist für jegliche Zahnentfernung wichtig, besonders für Extraktionen der Oberkieferzähne.
  • Bitte vermeiden Sie körperliche Anstrengungen.

Mithilfe des Patienten zur Pflege
Bitte putzen Sie Ihre Zähne auch direkt im Anschluss an die Extraktion zweimal täglich. Sparen Sie dabei den Wundbereich aus.

Weisheitszahnentfernung

Der Weisheitszahn

Einen oder mehrere Weisheitszähne zu entfernen, kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig sein.

Grundproblem ist in den meisten Fällen, dass die Platzverhältnisse im Kiefer nicht ausreichen, um den Weisheitszähnen zu ermöglichen, sich normal in der Zahnreihe aufzustellen. Da sie deshalb teilweise oder ganz im Knochen liegen, können folgende Probleme entstehen:

  • Wenn der Weisheitszahn im Unterkiefer liegt, wird er zu einer Schwachstelle des Kieferknochens, der dort bei ungünstigen Geschehnissen brechen kann.
  • Wenn der Weisheitszahn sehr nah an einem anderen Zahn liegt, vielleicht sogar gegen dessen Wurzel drückt, können dieser Nachbarzahn und sein Halteapparat stark geschädigt werden.
  • Auch wenn der Zahn teilweise im Knochen liegt, kann es kleine Lücken geben, in die Bakterien eindringen können. Diese können schwere Infektionen hervorrufen und unter Umständen auch Abszesse bedingen.
  • Auch wenn der Weisheitszahn schon teilweise durch das Zahnfleisch gebrochen ist, bietet er eine Angriffsfläche für Bakterien. Dadurch, dass der Zahn noch teilweise im Kieferknochen eingeschlossen ist, ist eine angemessene Pflege und Reinigung jedoch schwer oder gar nicht möglich. Der Zahn wird somit anfällig für Karies, die auch auf den Nachbarzahn übergreifen kann.
  • Durch die Weisheitszähne bedingt, können sich Zysten bilden, die sich unter Umständen zu gutartigen oder bösartigen Tumoren weiterentwickeln

Wird prognostiziert, dass die Weisheitszähne sich normal in der Zahnreihe anordnen können, müssen sie nicht zwingend entfernt werden.

Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen.

Die Entfernung von Weisheitszähnen kann in einer oder mehreren Sitzungen erfolgen. Die Entscheidung hängt davon ab, um wie viele und um welche Zähne es genau geht. Dabei wird jedoch im Regelfall darauf geachtet, dass eine Kieferseite nicht behandelt wird, um dem Patienten/der Patientin eine gesunde Kieferseite zum Kauen zu lassen. Wenn die behandelte Kieferseite geheilt ist, kann an der anderen mit der Entfernung der Weisheitszähne fortgefahren werden.

Nachdem das Operationsgebiet lokal betäubt wurde, wird die Schleimhaut gelöst und aufgeklappt. Sollte der Zahn teilweise oder vollständig von Knochen bedeckt sein, muss dieser zuerst entfernt werden, bevor der Zahn mit einem Hebel oder einer Zange entfernt werden kann. In manchen Fällen wird der Zahn davor in mehrere Teile zerteilt, um ihn einfacher entfernen zu können.

Unter Umständen ist es notwendig, ein Medikament in die Wunde einzubringen. Danach wird die Wunde vernäht, was bei kleineren Wunden allerdings nicht zwingend notwendig ist. Die Operation dauert – abhängig vom Aufwand – zwischen 20 und 60 Minuten.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei allen zahnmedizinischen Behandlungen gibt es auch bei der Weisheitszahnentfernung Risiken. Bei dieser Art der Behandlung handelt es sich um die folgenden:

  • Allergische Reaktionen, Kreislaufprobleme, Blutungen, Nervenschädigungen und anhaltende Gefühllosigkeit durch die Betäubung
  • Beschwerden nach der Behandlung können die Einnahme von Antibiotika notwendig machen.
  • Antibiotika und andere Medikamente können zu allergischen Reaktionen führen.
  • Schmerzen an und um die Wunde
  • Blutungen
  • Entzündungen, eventuell mit Eiterbildung
  • Treten Entzündungen wiederholt auf, kann dies die Wundheilung beeinträchtigen und zur Bildung von Abszessen und Knocheninfektionen führen.
  • Beschädigung benachbarter Zähne und Weichgewebe durch zahnärztliche Instrumente
  • Bricht ein Zahn bei der Operation, muss der zurückgebliebene Wurzelrest eventuell operativ entfernt werden.
  • Bei Entfernung aus dem Oberkiefer: Eröffnung der Kieferhöhle
  • Bei Entfernung aus dem Oberkiefer: Kieferhöhleninfektion
  • Bei Entfernung aus dem Unterkiefer: Verletzung des Unterkiefer- oder Zungennervs, die Gefühls- und Geschmacksstörungen an Lippe und Zunge bedingen.
  • Bei Entfernung aus dem Unterkiefer: Unterkieferbruch
  • Risiko, Fremdkörper (z.B. Zahn oder zahnärztliche Instrumente) einzuatmen
  • In seltenen Fällen andauernde Empfindungs- und Geschmacksstörungen
Folgen bei unterlassener Behandlung

Wenn Sie sich gegen die vorgeschlagene Versorgung und alle Alternativen entscheiden, kann der Krankheitsverlauf folgendermaßen fortschreiten:

  • Bleiben diese Entzündungen lange unbehandelt, ist es möglich, dass Bakterien in die Blutbahn und bis zum Herzen vordringen. Dort können Sie schwere Krankheiten verursachen.
  • Wenn der Weisheitszahn im Unterkiefer liegt, wird er zu einer Schwachstelle des Kieferknochens, der dort bei ungünstigen Geschehnissen brechen kann.
  • Wenn der Weisheitszahn sehr nah an einem anderen Zahn liegt, vielleicht sogar gegen dessen Wurzel drückt, können dieser Nachbarzahn und sein Halteapparat stark geschädigt werden.
  • Auch wenn der Zahn teilweise im Knochen liegt, kann es kleine Lücken geben, in die Bakterien eindringen können. Diese können schwere Infektionen hervorrufen und unter Umständen auch Abszesse bedingen.
  • Auch wenn der Weisheitszahn schon teilweise durch das Zahnfleisch gebrochen ist, bietet er eine Angriffsfläche für Bakterien. Dadurch, dass der Zahn noch teilweise im Kieferknochen eingeschlossen ist, ist eine angemessene Pflege und Reinigung jedoch schwer oder gar nicht möglich. Der Zahn wird somit anfällig für Karies, die auch auf den Nachbarzahn übergreifen kann.
  • Durch die Weisheitszähne bedingt, können sich Zysten bilden, sie sich unter Umständen zu gutartigen oder bösartigen Tumoren weiterentwickeln.
Potenzielle Behandlungsalternativen

Falls man bei einer operativen Entfernung der Weisheitszähne unverhältnismäßige Komplikationen erwarten muss, sollte man sich gegebenenfalls dagegen entscheiden.

Sollte eine Entfernung wie die oben beschriebene nicht möglich, ratsam oder erwünscht sein, können Patienten/Patientinnen an Spezialisten wie etwa einen Kieferchirurgen oder eine Kieferchirurgin überwiesen werden. Auch ein Spezialist/eine Spezialistin wird den Zahn entfernen, dann jedoch auf eine andere Weise. Ratsam ist eine solche Überweisung, wenn schon vor der geplanten Behandlung Komplikationen absehbar sind. Alternativ kann der Zahn unter Umständen im Kiefer belassen werden.

Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

  • Es ist für einen reibungslosen Ablauf der Behandlung zwingend notwendig, dass Sie uns im Vorhinein über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien informieren, insbesondere über bestehende Nickelallergien.
  • Bitte rauchen Sie am Tag der Behandlung nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich.
  • Besonders gewissenhafte Reinigung des Mundraums am Tag der Operation, um Bakterien und somit Infektionsrisiko zu vermindern.
  • Beachten Sie die Informationen und Hinweise aus der Aufklärungsdokumentation zur Lokalanästhesie, die Sie von uns erhalten

Nach der OP – Verhalten nach dem Eingriff

  • Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen.
  • Vermeiden Sie es, die Wunde direkt zu berühren.
  • Bei anhaltenden Wundschmerzen können sie Schmerzmittel nehmen. Achten Sie auf die empfohlene maximale Tagesdosis.
  • Nehmen Sie keine Nahrung zu sich, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist. Dies gilt auch für Suppen und heiße oder kalte Getränke. Sprechen Sie möglichst wenig. Ziehen Sie nach Abklingen der Betäubung weiche Nahrung vor.
  • Bei Schwellungen und/oder Schmerzen, kühlen Sie bitte sofort ihre Wange.
  • Rauchen Sie nicht. Trinken Sie keine sauren, alkoholische, koffeinhaltigen Getränke und essen Sie keine Milchprodukte. All das könnte Beschweren oder Wundheilungsstörungen verursachen. Halten Sie sich an diese Regeln idealerweise während der gesamten Wundheilungsphase, mindestens jedoch in den 24 Stunden nach dem Eingriff.
  • Um hohen Druck auf Mund und Nase zu vermeiden, sollten Sie sich in der ersten Zeit nach dem Eingriff nicht schnäuzen.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen, insbesondere Sportarten und Aktivitäten, bei denen hohe Kräfte auf den Kiefer einwirken können. Das ist notwendig, da Ihr Kieferknochen nach der Entfernung der Weisheitszähne ein Loch hat und es einige Zeit braucht, bis dieses sich wieder geschlossen hat

Mithilfe des Patienten zur Pflege

Bitte putzen Sie Ihre Zähne auch direkt im Anschluss an die Extraktion zweimal täglich. Sparen Sie dabei den Wundbereich aus.

Informieren Sie uns direkt:

Wenn Nachblutungen länger als eine Stunde andauern oder immer wiederkehren.

Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenresektion

Auch nach einer Wurzelkanalbehandlung bildet sich manchmal eine Entzündung an der Wurzelspitze des Zahns. In diesem Fall wird eine operative Wurzelspitzenresektion erforderlich. Hierbei wird die Wurzelspitze mitsamt dem entzündlichen Gewebe entfernt. Oftmals ist dies die einzige Möglichkeit, einen Verlust des Zahnes zu verhindern.

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Behandlungsablauf

Die folgenden Absätze befassen sich mit den üblichen Behandlungsschritten. Je nach Behandlungsverlauf können einzelne Schritte abweichen.

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Die Behandlung beginnt mit der Anfertigung einer Röntgenaufnahme, mit der der Behandler sich ein Bild vom apikalen Bereich (Zahnwurzel, Wurzelspitze und umgebender Knochen) macht. Daraufhin wird das Operationsgebiet lokal betäubt. Das Zahnfleisch wird auf Höhe der Wurzelspitze behutsam abgelöst und aufgeklappt. Mit einem Bohrer wird nun der Knochen, der die Wurzelspitze bedeckt, abgetragen.

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Die freigelegte Wurzelspitze wird mit dem entzündlichen Gewebe entfernt. Die Knochenhöhle wird gespült und die Wurzel wird mit einer kleinen Füllung abgedichtet. Je nach Behandlungsverlauf kann die Wurzelfüllung von der Wurzelspitze her oder von der Zahnkrone (also der Kaufläche) aus vorgenommen werden. Das Zahnfleisch wird wieder an seinen vorherigen Platz zurückgeklappt und vernäht. Gegebenenfalls bildet ein Röntgenbild den Abschluss der Behandlung.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei allen zahnmedizinischen Behandlungen bestehen auch Risiken. So auch bei einer Wurzelspitzenresektion. Im Folgenden
möchten wir Sie darüber aufklären:

  • In seltenen Fällen kann es in Folge der Betäubung zu allergischen Reaktionen (auch, unabhängig von der Betäubung, auf Medikamente), Kreislaufproblemen, Blutungen, Nervenschädigungen und einer anhaltenden Gefühllosigkeit in den betroffenen Arealen kommen.
  • Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass benachbarte Zähne und Weichgewebe durch zahnärztliche Instrumente geschädigt werden.
  • Blutungen, Entzündungen mit Eiteransammlung
  • Wundschmerz gegebenenfalls Schwellungen und dadurch eine eingeschränkte Mundöffnung
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Eröffnung der Kieferhöhle bei einer Wurzelspitzenresektion im Oberkiefer
  • Beeinträchtigung des Unterkiefernervs oder Zungennervs bei einer Wurzelspitzenresektion im Unterkiefer. Dadurch kann es zu Geschmacks- und Gefühlsbeeinträchtigungen kommen. Gegebenenfalls sind diese dauerhaft.
Folgen bei unterlassener Behandlung

Falls die vorgeschlagene Behandlung nicht vorgenommen wird, kann der Krankheitsverlauf folgendermaßen fortschreiten:

  • Bleiben diese Entzündungen lange unbehandelt, ist es möglich, dass Bakterien in die Blutbahn und bis zum Herzen vordringen. Dort können Sie schwere Krankheiten verursachen.
  • Bildung von Abszessen möglich
  • Mögliche Rückbildung des Knochens
  • Es droht Zahnverlust.
  • Starke Schmerzen können auftreten.
  • Die Entzündung bleibt unbehandelt und belastet Ihren Körper.
Potenzielle Behandlungsalternativen

Als Alternative zur Wurzelspitzenresektion bleibt nur die Extraktion des Zahnes. Die entstehende Lücke kann prothetisch versorgt werden.

Wichtige Hinweise für Patienten

Wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung oder andere Medikamente nehmen, fragen Sie unbedingt vor Behandlungsbeginn Ihren Hausarzt, wann die Behandlung erfolgen soll und ob Sie davor Antibiotika einnehmen müssen.

Vor der Behandlung – Vorbereitung durch den Patienten/die Patientin

Sie können schon vor dem Eingriff viel dafür tun, die Risiken zu minimieren:

  • Es ist für einen reibungslosen Ablauf der Behandlung zwingend notwendig, dass Sie uns im Vorhinein über jegliche bestehende Erkrankung und etwaige Allergien informieren, insbesondere über bestehende Nickelallergien.
  • Bitte rauchen Sie am Tag der Extraktion nicht und nehmen Sie keinen Alkohol zu sich.

Nach der OP – Verhalten nach dem Eingriff

  • Nehmen Sie direkt nach der OP nicht aktiv am Straßenverkehr teil. Ihr Reaktionsvermögen kann noch beeinträchtigt sein. Sie könnten sich und andere in Gefahr bringen. Lassen Sie sich am besten abholen.
  • Bitte vermeiden Sie in den ersten Tagen nach der Operation anstrengende körperliche Arbeiten und Sport Vermeiden Sie es, die Wunde direkt zu berühren.
  • Bei Nachblutungen beißen Sie bitte 30 Minuten auf ein sauberes Stofftaschentuch. Sollten die Nachblutungen nicht aufhören oder immer wiederkehren, melden Sie sich bitte umgehend in unserer Praxis.
  • Sind Schmerzmittel und/oder Antibiotika nötig, achten Sie darauf, die maximale Tagesdosis nicht zu überschreiten.
  • Eingebrachte Fäden müssen wieder entfernt werden. Bitte halten Sie den vereinbarten Termin dazu ein.
  • Sollte es vorübergehend zu einer Schwellung und/oder Schmerzen im Wundbereich kommen, kann dies auch Ihre Mundöffnung einschränken. Kühlen Sie Ihre Wange mit kalten Umschlägen. Am besten schlagen Sie diese vorher in ein Tuch ein, um direkten Hautkontakt zu vermeiden.
  • Bitte nehmen Sie keine Nahrung zu sich, bis die Betäubung vollkommen abgeklungen ist. Dies gilt auch für Suppen und heiße oder kalte Getränke. Bitte ziehen Sie weiche Nahrung vor und sprechen möglichst wenig.
  • Während der Wundheilungsphase (und mindestens die ersten 24 Stunden nach dem Eingriff): rauchen Sie nicht, trinken Sie keine sauren Getränke (Orangensaft etc.), keinen Alkohol, keinen Kaffee (Koffein), essen Sie keine scharfen Lebensmittel und keine Milchprodukte, um Wundheilungsstörungen und Beschwerden zu vermeiden.
  • Es ist möglich, dass der Zahn durch die Entzündung oder die Operation gelockert ist, daher kauen Sie die ersten Wochen bitte mit dem Zahn vorsichtig und vornehmlich weiche Lebensmittel.
  • Bitte putzen Sie Ihre Zähne auch direkt im Anschluss an die OP zweimal täglich. Sparen Sie dabei den Wundbereich aus.

Kieferhöhlen OP

Kieferhöhlenoperation, Verschluss einer Mund-/Kieferhöhlenverbindung

Die Kieferhöhlen liegen im Oberkieferknochen rechts und links neben der Nase, mit welcher sie über einen engen Ausführungsgang in Verbindung stehen. Sie grenzen sowohl an die Augenhöhlen als auch an die Oberkieferzähne. Entzündungen können von der Nase oder den Zähnen auf die Kieferhöhle übergreifen. Auch bei einer Eröffnung der Kieferhöhle, z.B. infolge einer Zahnentfernung, kann es zu einer Entzündung kommen. Bei Entzündungen der Kieferhöhle kann es auch zur Sekretbildung kommen. Die Entzündung kann auf die anderen Nasennebenhöhlen übergreifen und in der Folge zu Nasen-, Rachen-, Kehlkopf- oder Bronchialerkrankungen führen.

Ein operativer Eingriff ist in den folgenden Fällen erforderlich und wird empfohlen:

  • Chronisch-eitrige Entzündung, falls eine medikamentöse Behandlung nicht zum Erfolg führt
  • Zysten
  • Offene Verbindung zwischen Mund- und Kieferhöhle 
Operativer Eingriff

Kieferhöhlenoperation: In örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) wird eine Verbindung zwischen Nasen- und Kieferhöhle hergestellt. Somit kann vorhandenes Sekret abfließen und die Belüftung der Kieferhöhle ist wieder sichergestellt. Die erkrankte Schleimhaut wird entfernt.

Verschluss einer Mund-/Kieferhöhlenverbindung (plastische Deckung): In örtlicher Betäubung wird die Öffnung der Kieferhöhle mit Schleimhaut abgedeckt. Die Schleimhaut wird dazu nach einer speziellen Technik vom Knochen gelöst, verschoben und mit Nähten fixiert. Zum Schutz des Verschlusses kann eine Kunststoffplatte eingesetzt werden, die an den Zähnen befestigt wird.

Folgen operativer Eingriffe können Schwellungen der Wangen, Lippen und/oder der Augenlieder, Mundöffnungsbehinderung, Schluckbeschwerden und Temperaturerhöhungen (bis 39 °C) sein. Diese Folgebeschwerden gehen in aller Regel nach drei bis vier Tagen zurück. Nach einer Woche können die Fäden entfernt werden. Die primäre Wundheilung ist nach ca. vier Wochen abgeschlossen.

Mögliche Komplikationen

Teilweise kann es zu Schorfbildung im Nasenraum und zum Ausfluss von blutigem Sekret kommen. Wie bei allen Operationen sind Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen, Thrombosen oder Überempfindlichkeitsreaktionen möglich, jedoch vergleichsweise selten. Gefühlsstörungen an Wange, Oberlippe, Zahnfleisch und Zähnen treten meist nur vorübergehend auf. Dauerhafte neuralgische Schmerzen sind sehr selten. Selten führen Narbenbildungen in der inneren Nase zur Einengung des Tränenweges oder zu einer Behinderung der Nasenatmung.

Bei allen operativen Eingriffen können Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Auch sind allergische Reaktionen auf Anästhetika oder Medikamente möglich. Um die Risiken möglichst gering zu halten, bitten wir Sie, den Anamnesebogen sorgfältig auszufüllen, damit wir Fragen zu Allgemeinerkrankungen, Allergien, Komplikationen nach bisherigen Operationen, Blutungsneigungen und Medikamenten im Vorfeld abklären können.

Verhalten nach dem operativen Eingriff

Bei Operationen im Mund sind Einschränkungen der Mundöffnung und Schluckbeschwerden nicht ungewöhnlich und sollten Sie nicht beunruhigen. Bei anhaltenden Nachblutungen, starken Schwellungen und Schmerzen, hohem Fieber oder Störungen Ihres Allgemeinbefindens im Zusammenhang mit der Operation sollten Sie Ihren Zahnarzt/Ihre Zahnärztin umgehend benachrichtigen.

Kieferzyste

Operation einer Kieferzyste

Bei Ihnen wurde auf dem Röntgenbild ein Hohlraum im Kieferknochen entdeckt. Dieser Hohlraum ist mit einer Flüssigkeit oder einem pastösen Inhalt gefüllt und mit einer Haut, dem so genannten Zystenbalg, ausgekleidet. Die Ursache einer Kieferzyste kann ein abgestorbener Zahn oder ein Zahnsäckchen um einen im Knochen eingebetteten Zahn (retinierter/verlagerter Zahn) sein. Es gibt auch Zysten, die nicht von einem Zahn ausgehen, sondern im Laufe der embryonalen Entwicklung entstanden sind.

Wenn keine Behandlung erfolgt, kann sich die Zyste vergrößern, so dass es in der Folge zu einer Auftreibung des Knochens und Verdrängung von benachbarten Zähnen, von Kieferhöhlen- und Nasenhöhlenwänden kommen kann. Die Zyste kann sich auch entzünden.

Operativer Eingriff

Die Operation erfolgt in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie). Es kommen zwei Operationsmethoden in Betracht. Welche der Methoden bei Ihnen angewendet wird, hängt von der Größe der Zyste ab:

Zystenausschälung (Zystektomie): Durch einen Zahnfleischschnitt wird der Knochen über dem betroffenen Gebiet freigelegt. Die Schleimhaut wird vom Knochen gelöst, der Knochen über der Zyste abgetragen und der gesamte Zystenbalg entfernt (ausgeschält). Zur patho-histologischen Abklärung wird das entfernte Gewebe zur Untersuchung eingeschickt. Danach wird die Wunde mit Nähten verschlossen. Die leere Knochenhöhle kann ggf. mit einem Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden.

Hat ein Zahn die Zystenbildung verursacht, wird dieser in der Regel vor der Operation mit einer Wurzelfüllung versehen. Falls der Zahn schon wurzelgefüllt ist, muss entweder die Wurzelfüllung erneuert, oder die Wurzelspitze abgetragen und von der Wurzelspitze her (von retrograd), mit Zement gefüllt werden. Falls der Zystenhohlraum sehr groß ist und der Zahn nur noch wenig im Knochen verankert und daher stark beweglich ist, muss er ggf. gezogen werden. Gelegentlich müssen auch benachbarte Zähne entfernt werden.

Zystenfensterung (Zystostomie): Bei sehr großen Zysten ist eine Ausschälung des ganzen Zystenbalges nicht möglich. Die Zyste wird dann durch Abtragen der knöchernen Wand zur Mundhöhle hin eröffnet (gefenstert). Dadurch wächst die Zyste nicht weiter, Knochen kann sich wiederaufbauen und der Hohlraum wird im Laufe der Zeit kleiner. Die Knochenhöhle wird über einen längeren Zeitraum einmal wöchentlich austamponiert; die Tamponade muss einmal wöchentlich gewechselt werden. Wenn die Wundhöhle sich mit der Zeit verkleinert hat, kann mit einem zweiten Eingriff der Zystenbalg ausgeschält werden.

Folge der Operation können Schwellungen der Wange und Lippe, Mundöffnungsbehinderung, Schluckbeschwerden und Temperaturerhöhungen (bis 39° C) sein. Diese Folgebeschwerden gehen in aller Regel nach drei bis vier Tagen zurück. Nach einer Woche können die Fäden entfernt werden. Die primäre Wundheilung ist nach ca. vier Wochen abgeschlossen. Je nach Größe der Zyste kann es mehrere Wochen bis Monate dauern, bis die Knochenhöhle wieder vollständig mit Knochen ausgefüllt ist.

Mögliche Komplikationen

Bei allen operativen Eingriffen können Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Auch sind allergische Reaktionen auf Anästhetika oder Medikamente möglich. Um die Risiken möglichst gering zu halten, bitten wir Sie, den Anamnesebogen sorgfältig auszufüllen, damit wir Fragen zu Allgemeinerkrankungen, Allergien, Komplikationen nach bisherigen Operationen, Blutungsneigungen und Medikamenten im Vorfeld abklären können.

Trotz sorgfältiger Operationstechnik können Nerven und Gefäße der an die Zysten angrenzenden Zähne geschädigt werden. Eine Wurzelkanalbehandlung oder im ungünstigsten Fall die Entfernung dieser Zähne kann dann erforderlich werden.

Oberkiefer: Bei Operation ausgedehnter Zysten im Oberkiefer kann es zur Eröffnung der benachbarten Nasen- und/oder Kieferhöhle kommen.
Unterkiefer: Bei der Ausschälung großer Zysten im Unterkiefer besteht die Gefahr der Schädigung des Unterkiefernervs, der durch die Zyste verdrängt sein kann. Dies äußert sich in einem in der Regel vorübergehenden, selten dauerhaften Taubheitsgefühl der entsprechenden Unterlippenhälfte. Die Beweglichkeit der Unterlippe bleibt unbeeinträchtigt. Ganz selten kann es bei sehr ausgedehnten Unterkieferzysten zu einem Bruch des Kiefers kommen, der dann geschient oder operativ versorgt werden muss.

Bei allen operativen Eingriffen können Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Auch sind allergische Reaktionen auf Anästhetika oder Medikamente möglich. Um die Risiken möglichst gering zu halten, bitten wir Sie, den Anamnesebogen sorgfältig auszufüllen, damit wir Fragen zu Allgemeinerkrankungen, Allergien, Komplikationen nach bisherigen Operationen, Blutungsneigungen und Medikamenten im Vorfeld abklären können.

Verhalten nach dem operativen Eingriff

Bei Operationen im Mund sind Einschränkungen der Mundöffnung und Schluckbeschwerden nicht ungewöhnlich und sollten Sie nicht beunruhigen. Bei anhaltenden Nachblutungen, starken Schwellungen und Schmerzen, hohem Fieber oder Störungen Ihres Allgemeinbefindens im Zusammenhang mit der Operation, sollten Sie Ihren Zahnarzt/Ihre Zahnärztin umgehend benachrichtigen.

Schleimhaut OP

Operative Entfernung von Schleimhautveränderungen

Bei Ihnen wurde eine Veränderung der Schleimhaut festgestellt. Aufgrund der äußerlichen Beurteilung steht nicht mit Sicherheit fest, ob eine derartige Schleimhautveränderung harmlos ist. Es kann sich auch um eine Vorstufe von bösartigen (malignen) Gewebeveränderungen/Gewebeneubildungen handeln, oder bereits bösartig sein. Nur eine histologische Untersuchung des Gewebes kann dies eindeutig klären. Darum wird die operative Entfernung mit anschließender Untersuchung des entnommenen Gewebes empfohlen.

Operativer Eingriff

Die operative Entfernung dieser Schleimhautveränderung erfolgt in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie). Dabei gibt es zwei verschiedene operative Verfahren. Welches für Sie in Ihrer Situation besser geeignet ist, wird der Zahnarzt/die Zahnärztin mit Ihnen besprechen.

Entfernung mittels Laser: Die Hautveränderung wird mittels Laser entfernt. Dadurch wird eine Blutung der Wunde weitgehend verhindert, der Wundschmerz ist geringer. Die Wunde bleibt länger offen, wird aber mit einer Salbe abgedeckt. Es kommt kaum zur Narbenbildung.

 

Entfernung mittels Skalpell: Die Wunde blutet mehr und die Wundfläche muss vernäht werden. Ist dies nicht möglich, wird der Defekt durch einen Schleimhautlappen geschlossen.
Das entnommene Gewebestück wird im Labor untersucht und je nach Ergebnis kann die Behandlung abgeschlossen werden. Zu Ihrer Sicherheit führen wir regelmäßige Nachuntersuchungen durch. In manchen Fällen muss nachoperiert werden, um noch verbleibende Hautveränderungen zu entfernen.

Mögliche Komplikationen

Gefühlsstörungen im Operationsbereich sind meist nur vorübergehend. Bei der Entfernung mit dem Skalpell wird die Narbe zuerst gerötet sein, im Verlaufe der Monate jedoch verblassen. Trotz sorgfältigster Operationstechnik kann es in Ausnahmefällen zu einer Verbreiterung, zu überschießender Narbenbildung oder Narbenwucherung kommen.
Bei der Entfernung mit dem Laser ähnelt das Wundgebiet zu Beginn einer Verbrennung, heilt aber innerhalb von 10-14 Tagen vollständig ab.

Bei allen operativen Eingriffen können Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Auch sind allergische Reaktionen auf Anästhetika oder Medikamente möglich. Um die Risiken möglichst gering zu halten, bitten wir Sie, den Anamnesebogen sorgfältig auszufüllen, damit wir Fragen zu Allgemeinerkrankungen, Allergien, Komplikationen nach bisherigen Operationen, Blutungsneigungen und Medikamenten im Vorfeld abklären können.

Verhalten nach dem operativen Eingriff

Bei Operationen im Mund sind Einschränkungen der Mundöffnung und Schluckbeschwerden nicht ungewöhnlich und sollten Sie nicht beunruhigen. Bei anhaltenden Nachblutungen, starken Schwellungen und Schmerzen, hohem Fieber oder Störungen Ihres Allgemeinbefindens im Zusammenhang mit der Operation, sollten Sie Ihren Zahnarzt/Ihre Zahnärztin umgehend benachrichtigen.

Verhalten nach chirurgischen Eingriffen

Zur Vermeidung von Komplikationen und/oder Wundheilungsstörungen beachten Sie bitte die folgenden Verhaltensregeln nach operativen Eingriffen im Mund- und Kieferbereich:

  1. Nach einer örtlichen Betäubung und durch die Belastung des chirurgischen Eingriffs kann Ihre Reaktionsfähigkeit für mehrere Stunden herabgesetzt sein. Beachten Sie dies besonders im Hinblick auf die aktive Teilnahme am Straßenverkehr. Sie sollten sich daher am besten fahren lassen. Wegen möglicher Verletzungsgefahr (z.B. Bissverletzung) bis zum Abklingen der Betäubung bitte nichts essen oder Heißes trinken.
  2. Zum Schutz der Wunde und zur Unterstützung einer ungestörten Blutgerinnung beißen Sie bitte ca. 60 Minuten auf den eingelegten Tupfer. Danach ziehen Sie ihn vorsichtig zur Seite weg. Bei einem angelegten Druckverband folgen Sie unseren speziellen Empfehlungen. Sollte wider Erwarten eine Nachblutung auftreten, beißen Sie erneut für zwei Stunden auf die evtl. mitgegebenen frischen Tupfer oder auf ein zusammengerolltes sauberes, angefeuchtetes Stofftaschentuch (kein Papiertaschentuch). Im Zweifelsfall rufen Sie uns an. Außerhalb der Sprechstunde wenden Sie sich bitte an den zahnärztlichen Notdienst.
  3. In den folgenden 24 Stunden sollten Sie keinen Alkohol trinken, nicht Rauchen und auch auf koffein- bzw. koffeinhaltige Getränke verzichten. Hierdurch verringern Sie die Gefahr einer Nachblutung und tragen zu einer besseren Wundheilung bei. In den ersten Wochen nach dem Eingriff sollten Sie kein Sport und keine Sauna besuchen.
  4. Nach Abklingen der Betäubung sollten Sie für die folgenden Tage weiche, nicht zu heiße Kost zu sich nehmen. Schonen Sie beim Kauen möglichst die behandelte Seite
  5. Zur Verminderung einer Schwellung sind wiederholte feucht-kalte Umschläge bis zum folgenden Tag sehr hilfreich. Zum Ausruhen zu Hause bzw. zur Nachtruhe legen Sie sich bitte ein dickes Kissen unter den Kopf. Vermeiden Sie flaches Liegen.
  6. Die Mundöffnung kann nach der Behandlung leicht eingeschränkt sein. Dies braucht Sie nicht zu beunruhigen. Bemerken Sie jedoch eine starke Kieferklemme, anhaltende Gefühlsstörungen und/oder stärker werdende Schmerzen, kommen Sie bitte umgehend zu uns in die Praxis oder wenden Sie sich außerhalb unserer Sprechstunde an den zahnärztlichen Notdienst.
  7. Putzen Sie regelmäßig (3 x täglich) die Zähne und evtl. vorhandene Prothesen. Den Operationsbereich lassen Sie dabei bitte aus und vermeiden Sie auch zu kräftiges Spülen. Elektrische Zahnbürsten können Sie außerhalb des Operationsbereiches verwenden. Eine Munddusche sollten Sie allerdings bis zur weitgehend abgeschlossenen Wundheilung nicht verwenden.
  8. Wurden Ihnen Medikamente verordnet, halten Sie sich bitte an die Dosierungsvorschriften und lesen Sie die Packungsbeilage durch. Achten Sie besonders bei Schmerzmitteln auf die angegebene Höchstdosis und nehmen Sie auch keine zusätzlichen Medikamente nach eigenem Ermessen ein. Dies gilt jedoch nicht für Medikamente die Sie permanent einzunehmen haben, soweit nicht etwas anderes verordnet wurde.
  9. Bei einem ungestörten Heilungsverlauf erscheinen Sie bitte zum vereinbarten Termin zur Kontrolluntersuchung.
  10. Sollte die Wunde schmerzen, nehmen Sie ein schmerzstillendes Mittel ein, von dem Sie wissen, dass Sie es gut vertragen. Auch diese Medikamente können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Bei anhaltenden Schmerzen können Sie die Praxis natürlich auch vor dem vereinbarten Termin aufsuchen.

 

XENJA EMMYLOU WALENDY
ZAHNÄRZTIN | FACHZAHNÄRZTIN FÜR ORALCHIRURGIE
Schloßstraße 83 | 60486 Frankfurt
Fon 069 777 076 | Fax 777 075
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